Veranstaltungen

Faire Verträge, faires Forschen

Für eine erfolgreiche Laufbahn in der Forschung bedarf es nicht nur dementsprechender budgetärer Mittel sondern auch vertraglicher Rahmenbedingungen, damit junge Forscher und Forscherinnen ihre Chance am Standort Österreich nutzen können. Zu dieser Thematik diskutierten Vertreter und Vertreterinnen von doktorat.at, des Austrian Institute of Technology, des Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank und der GPA-djp/Interessensgemeinschaft work@professional.

Die Diskutanten

Durch die Veranstaltung, die von jungen Forschern und Forscherinnen sowie von Vertretern und Vertreterinnen verschiedenster Institutionen besucht wurde, führte Andrea  Kampelmühler (work@professional), die zunächst Thomas Kreiml, Bildungsexperte in der Grundlagenabteilung der GPA-djp, nach den Forschungsförderungen fragte. Dazu ergänzend stellte Hedwig Slavik vom Jubiläumsfonds der Nationalbank die Förderungsmöglichkeiten des Fonds vor. Demnach würden jährlich acht bis zehn Millionen Euro an Unterstützung ausgeschüttet, die zur Hälfte an Absolventen und Absolventinnen der Medizin gehen würden. Die Tatsache, dass relativ wenige Anträge von Frauen eingereicht würden, bedauerte sie, meinte aber, dass Frauen als Antragssteller eine hohe Bewilligungsquote hätten. Diese Quote liege im Allgemeinen bei 25 bis 33 Prozent, wobei meist nicht die gesamte Dotierung vergeben wird.

Peter Kristoefl spricht

Die Sichtweise der jungen Forscher und Forscherinnen stellte Peter Kristöfel, stellvertretender Generalsekretär von doktorat.at, vor. Von seiner eigenen Erfahrung als Jungforscher berichtend, erklärte er die prekäre Situation, mit der junge Forschern und Forscherin konfrontiert wären. Durch Information und Vernetzung reagiere die Plattform doktorat.at als Interessensgemeinschaft für Doktoranden und Doktorandinnen auf diese Situation. Nach den Ausführungen von Peter Kristöfel präsentierte Eva Wilhelm, Betriebsrätin des Austrian Institute of Technology (AIT), die neuen Karrierewege des AIT vor. Mit den fünf Berufsbildern soll vor allen Dingen der wissenschaftliche Nachwuchs durch zielgerichtete Karriereplanung gefördert werden.

Das Publikum

Schließlich stellte Gerald Musger (work@professional) den Leitfaden für faire Forschungsverträge vor. Ausschlaggebend für die Veröffentlichung des Leitfadens wären die oft unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen. Immerhin seien sieben Prozent der in Österreich Beschäftigten in der Forschung. Unterschiedliche Verträge resultieren in  unterschiedlichen Bedingungen für Forscher und Forscherinnen, die sich eben dann für jene Forschungseinrichtungen mit den besten Bedingungen entscheiden. Der Leitfaden kann bei der GPA-djp bezogen werden und informiert darüber, was beim Abschluss eines Dienstvertrags beachtet werden soll.

Diskussionsrunde

Die Veranstaltung wurde mit Diskussionen in Kleingruppen und einem Buffet, gesponsert durch die GPA-djp, abgeschlossen (Bericht Irene Stöckl, Photos Mathias Heisler).

Veranstaltung Karrieremöglichkeiten für DoktorandInnen

Die Mehrzahl der Promovierten verlässt nach dem Doktorat die Technische Universität. Wie hat sich der außerakademische Arbeitsmarkt für diese Gruppe in den letzten Jahren entwickelt? In welchen Branchen besteht eine höhere Nachfrage nach Personen mit abgeschlossenem TU-Doktorat? Und welche Möglichkeiten bietet der europäische Arbeitsmarkt für Forschende? Diesen und anderen Fragen widmet sich eine Veranstaltung zum Thema Karrieremöglichkeiten für DoktorandInnen mit Beiträgen von TU Career Center und Euraxess Austria.

Termin: 18. Mai 2011

Zeit: 18:30

Ort: Böcklsaal der TU Wien (Hauptgebäude Karlsplatz, Stiege 1, 1. Stock)

Sprecherinnen:

  • Mag. Daniela Haiden, TU Career Center
  • Mag. Maria Unger, Euraxess Austria

Eine Veranstaltung der Fachschaft Doktorat an der TU Wien in Kooperation mit doktorat.at und dem Universitätslehrerverband (ULV) der TU Wien.