Home arrow Standorte arrow Wien arrow Uni Wien arrow Neue Doktorats-Curricula ab WS 2009/10 an der Uni Wien  
   
    Print    Bookmark
Home
Über doktorat.at
Mitmachen!
-
Neuigkeiten
Presse/Positionen
Dokumente
Presseschau
- - - - - - -
Standorte
Zielgruppen
-
Infos, Rat & Unterstützung
Bücher & Publizieren
Glossar/FAQ
Seminare und Trainings
Kontakt
RSS

Alle Artikel
Startseitenartikel
Ausschreibungen
 


 
eurodoc 2010 March 11-15 Vienna
Neue Doktorats-Curricula ab WS 2009/10 an der Uni Wien
Geschrieben von Stephan Kurz   
Montag, 29. Dezember 2008

[Update 2009-05-11: Die vom Senat am 23.4. 2009 beschlossenen Curricula sind seit heute im Mitteilungsblatt der Universität Wien veröffentlicht und damit rechtsgültig (siehe diesen Artikel auf doktorat.at und das Mitteilungsblatt selbst). Damit ist zumindest die Curriculardebatte abgeschlossen. Das Untenstehende ist als Hintergrundinformation aber weiterhin nicht ganz unwichtig.]

Auf die derzeit sich häufenden Anfragen zu den Änderungen im Doktoratsbereich an der Universität Wien hin erlauben wir uns hier ein paar aktuelle Entwicklungen aufzuzählen. 

Die Fakten:

  • Das Universitätsgesetz 2002 §124(15) sieht schon seit geraumer Zeit vor, dass das Doktorat ab WS 2009/10 dreijährig (statt bisher zweijährig) sein wird. Die Vergabe von akademischen Titeln betreffend lässt das UG 2002 offen, ob die neuen Curricula mit einem “PhD”- oder einem „DoktorIn“-Grad abschließen.
  • Die Übergangsfrist für den Abschluss in den derzeit gültigen Curricula dauert bis 30. September 2017. Niemand wird in ein neues Curriculum überstellt (außer sie/er unterbricht ihr/sein Studium).
  • Das Rektorat hat im Sommer ein universitätsinternes Projekt „Doktorat neu“ bewilligt, das der stv. Leiter der DLE Forschungsservice und Internationale Beziehungen leitet und das sich (in der Vergangenheit eher klandestin, bald unter Beteiligung der Doktoratsstudienvertretungen) mit der inhaltlichen Planung der zukünftigen Doktorats befasst hat bzw. weiter dabei ist.
  • Der Senat der Universität Wien hat im WS 2008 einige Eckpunkte beschlossen, die im Kern in einer auf der (privaten) Webseite des Studienprogrammleiters der Germanistik veröffentlichten Powerpoint-Präsentation wiedergegeben sind. 
  • Auf dieser Basis hat die Curricularkommission des Senats ein Mustercurriculum beschlossen.
  • In der Folge werden acht neue Curricular-Arbeitsgruppen (CK-AG) eingesetzt werden, die (in etwa) gemäß diesem Zeitplan auf der Grundlage des Mustercurriculums neue Studienpläne erarbeiten werden, die dann im WS 2009/10 in Kraft treten. Die Doktorats-Studienvertretungen (die sich im Übrigen auch untereinander über die Arbeit in den CK-AGs austauschen) sind über die ÖH Uni Wien und insbesondere deren Bildungspolitisches Referat in diese CK-AGs eingebunden und können (je nach Fortschreiten der Arbeit der betreffenden CK-AG) im Detail Auskunft geben.
  • Die neuen Curricula werden jedenfalls eine weitere Möglichkeit der Spezifizierung des jeweils eigenen Dissertationsprojekts bieten und insofern bloße Rahmencurricula bleiben: Eine Dissertationsvereinbarung (nach derzeitigem Stand zwischen DissertantIn, BetreuerIn und zuständigem studienrechtlichem Organ) soll die zu absolvierenden Lehrveranstaltungen und andere Leistungen individuell definieren, sodass von einer (in vielen Anfragen befürchteten) verschulenden Versteifung der neuen Curricula nicht allzu viel übrig bleiben wird (vielleicht müsste man „Formalisierung“ oder gar „Aufbrechen eines undurchsichtigen Meister/Lehrlings-Verhältnisses“ dazu sagen).
  • Während die Curricular-Arbeitsgruppen bereits bald eingesetzt werden, ist über die durch die Änderungen notwendig werdenden entsprechenden Änderungen in der Satzung noch rein gar nichts bekannt (eigentlich eine Farce bzw. eine Missachtung, vor allem für jene, die in den CK-AGs Curricula erarbeiten sollen und nicht wissen, wie der organisations- und studienrechtliche Rahmen aussieht!)
    [Zum Drüberstreuen ein Update 2009-01-13:] Wie aus einer (öffentlich einsehbaren) E-Mail auf der empfehlenswerten Liste epoche hervorgeht, ist der entsprechende Entwurf zur Satzungsänderung bereits (seit spätestens 9.1.2009!) fertig, nur kennt ihn wieder mal niemand. Auf die interessante Informationspolitik innerhalb des von der öffentlichen Hand finanzierten Supertankers Uni Wien nochmals gesondert hinzuweisen erübrigt sich insbesondere deshalb, weil auch der Mail-Autor und Curricularkommissionsvorsitzende Hrachovec schon moniert:
    Es ist schon bemerkenswert, dass die Informationen, welche die Universitätsöffentlichkeit über das ab Wintersemester 2008 obligatorische PhD-Studium erhält, hauptsächlich von engagierten Individuen kommt.
    Solches Lob freut natürlich, es ist dann allerdings auch wieder ganz interessant, dass genau der in Frage stehende Entwurf wiederum nicht mitkommuniziert wurde – da bedarf es anscheinend wieder klandestinerer Kanäle.
    [Update 2009-01-26:] Im Senat wurde am 22. Jänner der Studienrechtliche Teil der Satzung geändert, tags darauf wurde die Änderung im Mitteilungsblatt veröffentlicht.

Aus alledem folgt:

  • Keine Panik!
  • Derzeit (Stand 29.12.2008) können wir über das Obige hinaus seriöserweise wenig sagen.
  • Für Vorsichtige und jene, die sich die neuen Curricula erst einmal ansehen wollen, bevor sie sich ihnen unterstellen, gilt es im Sommersemester 2009 inskribiert zu sein. Die Fristen (laut StudentPoint): Allgemeine Inskriptionsfrist bis 13.3.2009, Nachfrist bis 30.4.2009.
    Für all jene, die im WS 2008/09 oder Anfang des SoSe 2009 ihr Diplom-/Magisterstudium abzuschließen gedenken und im Anschluss dissertieren wollen: Die beste Variante ist sicher erst einmal innerhalb der normalen Frist einzuzahlen und dann umzuinskribieren auf Doktorat (so spart man im Fall der Fälle +10%); der Beginn eines „alten“ Doktoratsstudiums kann in diesem Fall bis zum 30.6.2009 erfolgen.
  • Auch wenn begonnene Doktoratsstudien nach derzeitigem Curriculum gesetzlich bis 30.9.2017 abgeschlossen werden dürfen, ist zu beachten, dass man dafür durchgehend inskribiert [oder beurlaubt, aber jedenfalls „aktive StudentIn“] sein muss.
  • Wenn mehr über die neuen Curricula bekannt ist, ist es sicher auch leichter zu entscheiden, ob es das „alte“ Doktorat bleiben soll oder ob das „neue“ ohnehin nicht so schlimm ist. Insbesondere sind die Studienvertretungen bemüht, adäquate und studierbare Übergangsbestimmungen in die neu zu entwickelnden Curricula zu integrieren. 

[Update 11.03.2009: Die ersten Versionen der neuen Curricula sind seit kurzem auf der Webseite der Curricularkommission des Senats online – siehe den Artikel dazu.]

Als Hintergrundinformation ist der schon etwas ältere Artikel „Einige Klarstellungen“ auf der Webseite des Graduiertenzentrums Sowi recht nützlich.

Wir werden nach Möglichkeit und sobald berichtenswertes Neues sich ergibt an dieser Stelle über die aktuellen Entwicklungen schreiben. Eine Möglichkeit informiert zu bleiben wäre den RSS-Feed von doktorat.at zu abonnieren (dass die TYPO3-basierten Webseiten der Uni Wien das derzeit nicht unterstützen ist ein oft moniertes Manko, das hier aber ebenso unerwähnt bleiben muss wie darüber hinausgehende Probleme in der Informationspolitik einer akademischen Institution und ihrer „Dienstleistungseinrichtungen“ ihren [nach Belieben] „KundInnen“ oder „akademischen BürgerInnen“ gegenüber oder die finanziellen Implikationen des Inskribiertbleibenmüssens, die auf der Basis der Studiengebühren-Nichtdiskussion [man folge hier aufmerksam unter anderem dem UG 2002-Blog!] ebenfalls im Bereich des Kaffeesudlesens verharren).
 
< Zurück   Weiter >





Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
   Home  Drucken  @ Impressum Top