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Die Salzburger Nachrichten reagieren auf das Europäische Seminar zu Doktoratsstudien in ihrer Heimatstadt am 2.Februar 2005 mit einem sehr pessimistischen, schlecht recherchierten Artikel von Thomas Hödlmoser unter dem Titel Den Doktortitel bekommen nur noch Uni-Forscher - PhD soll altes Doktorat ersetzen - Studium wird verlängert - Universitäten befürchten Entfall von Studiengebühren und Mehrkosten.
Wohl aus Mangel an Information werden falsche Schlüsse gezogen, wie etwa inDie Doktorwürde wird es künftig nur noch für eine verschwindend kleine Minderheit geben. Das Studium soll verlängert und deutlich ausgebaut werden. In der Praxis bedeutet das, dass nur mehr Universitätsbedienstete den Titel erwerben können. Vollkommen falsch ist die Analyse, Künftig soll es zwischen drei und vier Jahre dauern und nur mehr der Universitätskarriere dienen. Gerade von europäischer Seite gibt es Initiativen, auch die intersektorielle Mobilität, das heißt in erster Linie der Wechsel zwischen Unternehmen im Forschungsbereich und Universitäten zu intensivieren, dies wurde auch auf der Konferenz in Salzburg betont. Schon im ersten Absatz der Empfehlungen in der Schlußerklärung der Konferenz ist zu lesen, daß Doktoratprogramme vermehrt die Bedürfnisse eines Arbeitsmarkts erfüllen muß, der breiter angelegt ist als bloß die akademische Bereich. Zugleich wird das absolvierte PhD-Studium die bisherigen Habilitationen ersetzen. Das Doktoratsstudium neben dem Beruf zu absolvieren, wird deshalb kaum noch möglich sein. Ein Kompromissvorschlag der Österreichischen Rektorenkonferenz sieht zwar vor, dass Berufstätigen auch weiterhin der Zugang zum Doktoratsstudium ermöglicht wird. Ob die Österreicher damit aber bei der "Bologna-Konfernz" durchkommen, ist ungewiss. Die Vermutung, daß "Österreich" mit etwas durchkommen will gegen alle anderen entspricht nicht den Tatsachen. Die Forderung nach der Möglichkeit, das Doktorat in Teilzeit zu machen ist vor allem von Seiten der Doktoranden gekommen, und zwar nicht nur aus Österreich, und ist in die Schlußerklärung eingeflossen. Auch Science.Orf.at berichtet über die Konferenz in Salzburg unter dem Titel Bologna-Konferenz: Doktoratsstudium wird länger; der Artikel ist etwas besser, reflektiert aber auch nicht ganz die wahre Situation. Science Orf schreibt: der Titel soll sich in PhD ändern was keineswegs ausgemacht (und nebenbei irrelevant ist)
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