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DoktorandInnenausbildung an der University of Washington |
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Geschrieben von ÖH Doktorat
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Montag, 10. Jänner 2005 |
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Die Soziologin Antonia Kupfer berichtet in einem Kurzartikel über die DoktorandInnenausbildung an der University of Washington im Rahmen des Integrative Graduate Education and Research Traineeship (IGERT) „Die Doktoranden lernen bereits während des Studiums Teamarbeit, nicht erst im Berufsalltag“, so Kupfer. Antonia Kupfer ist auch Mitautorin einer vergleichenden Studie zu den Promotionsbedingungen in Europa.
Linzer Soziologin vergleicht Promotionsbedingungen [01.12.2005] Für österreichische DoktorandInnen unvorstellbar: Während der gesamten Doktoratsstudiendauer besucht man ein interdisziplinäres Seminar, in dem auch Leute aus der Praxis ihre Probleme vorstellen. Die DoktorandInnen entwickeln daraus ein zweijähriges Forschungsprojekt. Ergebnis: Ein in Kleingruppen nach intensiver Zusammenarbeit gemeinsam verfasstes Dissertationskapitel. Die Soziologin Dr. Antonia Kupfer, die nun seit einem Jahr an der Abteilung für Theoretische Soziologie und Sozialanalysen des Instituts für Soziologie der JKU forscht, hat sich heuer im Sommer im Rahmen eines Forschungsaufenthalts angesehen, wie DoktorandInnen in einem von der National Science Foundation finanzierten Integrative Graduate Education and Research Traineeship (IGERT) an der University of Washington in Seattle promovieren. Das innovative Programm läuft nun seit vier Jahren und unterscheidet sich maßgeblich vom Doktoratsstudium in Österreich. „Die Doktoranden lernen bereits während des Studiums Teamarbeit, nicht erst im Berufsalltag“, so Kupfer. Ein weiterer großer Vorteil des neuen Ausbildungsmodells sei die Begleitung der TeilnehmerInnen und der Lehrenden durch Supervision. Am österreichischen System kritisiert Kupfer vor allem die geringe Mobilität: „Hier promovieren die meisten Doktoranden an derselben Universität, an der sie auch ihren ersten akademischen Abschluss gemacht haben“, so Kupfer. Als weitere Mankos schätzt sie ein, dass bis auf die DissertantInnen-Kolloquien kaum spezifische Lehrveranstaltungen angeboten werden, dass die Möglichkeiten einer externen Begutachtung der Arbeiten und einer adäquaten Finanzierung oft fehlen. „In Deutschland ist diesbezüglich bereits einiges in Bewegung“, erzählt Kupfer, die im Anschluss an ihre Dissertation an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf zusammen mit Johannes Moes eine Studie zu den Promotionsbedingungen in Europa veröffentlicht hat. |