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eurodoc 2010 March 11-15 Vienna
Zukunft des Doktoratstudiums im Europäischen Kontext
Geschrieben von Wolfgang Eppenschwandtner   
Donnerstag, 25. November 2004
aus dem HTU-Info, November 2004
Autor: Wolfgang Eppenschwandtner

In Europa gibt es die verschiedensten Modelle des Doktoratstudiums. In manchen Ländern ist das Doktorat an das amerikanischen PhD angelehnt mit einem größeren Anteil von Lehrveranstaltungen, in manchen Ländern führt der Weg zum Doktorat nur über eine befristete Anstellung, und die DoktorandInnen sind juristisch gar keine StudentInnen. Nun ist geplant, etwas mehr Gemeinsamkeit und Vergleichbarkeit im Doktoratsstudium zu erreichen.

In der letzten Bologna-Konferenz haben die Europäischen BildungsministerInnen das Ziel festgelegt, das Doktorat als dritte Stufe in die Bologna-Erklärung zu integrieren. Bisher beinhaltete die Bologna-Erklärung nur eine Strategie zur Verbesserung der Vergleichbarkeit und zur Vereinheitlichung der Studien bis zum Diplom- bzw Magistergrad. (Nebenbei bemerkt: Dabei ist einiges schiefgelaufen, etwa bei der Definition der ECTS Punkte, die in viele Fällen eine Vergleichbarkeit nur vortäuschen)

Der nächste Schritt im Bologna-Prozess ist dem Doktoratsstudium gewidmet. Vom 3.-5. Februar 2005 findet in Salzburg eine Konferenz unter dem Titel "Bologna Follow-up Seminar on Doctoral Programmes for the European Knowledge Society" statt, auf dieser Tagung wird versucht, den gemeinsamen, europäischen Weg in der DoktorandInnenausbildung zu präzisieren.

Zur Vorbereitung, Erarbeitung einer österreichischen Position aber auch zur Diskussion der Konsequenzen sowie der nationalen Strategie (z.B.: Förderung durch Stipendien vs. Projektstellen vs. Doktorandenkollegs) dienen 5 Workshops auf der nationale Tagung "Das Doktoratsstudium in Österreich. Nationale Positionierung im Kontext europäischer Entwicklungen" 12. November 2004.

Der ganze Prozess wird auch direkte Auswirkungen auf das Doktoratsstudium auf den einzelnen österreichischen Universitäten haben. So ist es etwa schon, meinem Eindruck nach, Konsens, daß in Zukunft in Österreich (offiziell) von einer Länge von drei Jahren (statt bisher 2 Jahren) ausgegangen wird, und daß man die Qualitätskontrolle verbessern muß. Dies könnten man etwa mit einem externen, ausländischen Gutachter realisieren. Es gibt aber auch Personen, die zusätzliche Zugangsvoraussetzungen für das Doktoratsstudium fordern.

icon zukunft_dr_at_oeh.pdf (170.72 KB)

Die Studienrichtungsvertretungen Doktoratstudium sind in Zusammenarbeit mit der ÖH aktiv, um auch die Stimme der Betroffenen, der DoktorandInnen einzubringen. Wir haben gemeinsam ein Positionspapier verfaßt, zu lesen unter

[Anm: Downloads in doktorat.at]

In Zukunft wird auch eine vermehrte Zusammenarbeit mit Eurodoc (www.eurodoc.net), dem europäische Netzwerk für Doktoranden und junge Forschende wichtig sein. Für mehr Informationen zu diesem Thema könnt ihr gerne mich bzw. eure Strv Doktorat kontaktieren; Wir freuen uns aber natürlich auch über Leute, die mitarbeiten wollen, in welcher Form auch immer.

 
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