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Doktorat ist Forschung, nicht intensives Präsenzstudium |
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Geschrieben von ÖH Doktorat
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Mittwoch, 21. Dezember 2005 |
Ein Fünftel des Budgets der Universitäten wird ab 2007 nach einer Formel berechnet („formelgebundenes Budget“); unter anderem geht die Anzahl der Doktoratsabschlüsse in die Berechnung ein. Die Studienvertretung Doktorat der TU Wien kritisiert die unterschiedliche Gewichtung zwischen „PhD“ und Doktorat, da jene Form des PhD, wie sie derzeit in Österreich definiert ist („intensives Präsenzstudium von wenigstens 240 ECTS“, siehe auch Glossar: PhD) für viele Bereiche, insbesondere für das technische Doktorat nicht sinnvoll ist. Der Abschluss eines Doktoratsstudiums der technischen Wissenschaften an der TU Wien ist, von einer outcomes-basierten Perspektive aus gesehen, im Allgemeinen schon jetzt international zu PhD-Abschlüssen äquivalent.
In einer Stellungnahme zum Entwurf einer Verordnung zum Formelbudget wendet sich die Studienvertretung Doktorat der TU Wien an das Ministerium:
Eine unterschiedliche Gewichtung zwischen Doktoratsstudienabschlüssen und Abschlüssen eines PhD Studiums in Indikator 5, Zielbereich "Forschung und Entwicklung und Erschließung der Künste" ist nicht gerechtfertigt.
Begründung: Der Abschluss eines Doktoratsstudiums der technischen Wissenschaften an der TU Wien ist, von einer outcomes-basierten Perspektive aus gesehen, im Allgemeinen international zu PhD-Abschlüssen äquivalent. Nach dem Leitmotiv einer forschungsgeleiteten Lehre werden an der TU Wien für die Dissertation notwendige Fachkenntnisse zu einem großen Teil bereits in einem technisch- ingenieurwissenschaftlichen Magister- bzw. Diplomstudium erworben, welches die Voraussetzung für die Zulassung zum Doktoratsstudium darstellt. Daher ist für Doktoratsprogramme an der TU Wien ein "intensives Präsenzstudium von wenigstens 120 ECTS", wie es in den Erläuterungen zu §54 UG 02 und in der Festlegung von 240 ECTS für ein "Doctor of Philosophy" Studium im Universitätsgesetz zum Ausdruck kommt, nicht sinnvoll.
Im Sinne des Bologna-Prozesses erwarten wir uns im Bereich Doktoratsstudien vielmehr eine baldige Umsetzung des Bergen-Communiques, insbesondere die Festlegung auf ein Forschungsdoktorat mit einem Richtwert für den Aufwand von 3 Jahren (vollzeitäquivalent)
Anmerkung März 06: Nunmehr wurden die gesetzlichen Rahmenbedingungen geändert, der Begriff PhD ist nunmehr nicht mehr mit ECTS Punkten und Präsenzsstudium verbunden, was wir begrüßen. Siehe Glossar: PhD )
Siehe auch: bundesweite Stellungnahme zum Formelbuget |