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eurodoc 2010 March 11-15 Vienna
Einfachere Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung für ForscherInnen
Geschrieben von Wolfgang Eppenschwandtner   
Freitag, 12. Oktober 2007

Eine der weniger bekannten Initiativen zur Schaffung eines wettbewerbsfähigeren europäischen Forschungsraums ist die "Richtline über ein besonderes Zulassungsverfahren für Drittstaatsangehörige zum Zwecke der wissenschaftlichen Forschung", welche Schnellverfahren für die Zulassung von ForscherInnen unabhängig von ihrer Nationalität in Europa zu ermöglichen soll.

Fast unbeachtet von den Medien hat Österreich hat einen Sprung nach vorne gemacht und als eines der ersten Länder fristgerecht die gemeinsam beschlossene Richtlinie auch in nationales Recht umgesetzt. Es wurde eine eigene Aufenthaltsbewilligung "Forscher" geschaffen, die man durch Vorweisen einer Aufnahmevereinbarung einer Forschungseinrichtung bekommt.

Anders als andere Aufenthaltstitel kann sie sowohl im Ausland als auch direkt in Österreich beantragt werden. ForscherInnen sind damit dann auch von den Regelungen des Ausländerbeschäftigungsgesetzes ausgenommen. Sowohl alle EU-BürgerInnen (auch jene aus den "neuen" Mitgliedsländern) als auch Personen aus anderen Staaten mit einer Aufenthaltsbewilligung "Forscher" können ohne weitere Bewilligung eine Stelle als Forschende annehmen (nicht aber eine forschungsfremde Arbeit)

International anerkannte ForscherInnen, die für Österreich wirtschaftlich von besonderer Wichtigkeit sind und mehr als 4716 Euro verdienen, können auch ihre Entourage samt Haushaltspersonal mitnehmen.

Mehr Informationen bzgl. Familie, andere Aufenthaltstitel, Anmeldung, etc. finden sich im Österreichs Researcher's Mobility Portal und auf der Seiten des Österreichischen Austauschdienstes (Employment of Foreign Nationals in Austria: Work Permits for Researchers?)

Eine wichtiger Beitrag zum Abbau von Schranken – letztlich kennt Forschung keine Grenzen. Allerdings sollten ForscherInnen zu den gleichen Bedingungen wie ÖsterreicherInnen angestellt werden. Es kann nicht Ziel einer nachhaltigen Politik sein, DoktorandInnen aus dem Ausland als "Billiglaborarbeitskräfte" zu holen. Gerade deswegen ist eine klare und transparente Festlegung der Gehälter für alle, wie etwa die FWF-Sätze so wichtig.

Siehe auch:

FAQ zu "Scientific Visa"

Presseaussendung der Europäischen Kommission zum "Researcher's Visa Package"

 
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