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Effizientere Universitäten durch mehr Transparenz und Partizipationsangebote
Geschrieben von Wolfgang Eppenschwandtner   
Dienstag, 7. Oktober 2008

Eine neue Studie des Graduiertenzentrums Sozialwissenschaften widmet sich einem bisher kaum untersuchten Thema: Partizipation von NachwuchswissenschaftlerInnen an österreichischen wissenschaftlichen Universitäten.

Die AutorInnen, Wolfgang Eppenschwandtner, Thomas König und Veronika Schwediauer untersuchen wie der mit dem Universitätsgesetz 2002 geschaffene, beträchtliche Gestaltungsspielraum der Universitäten in Organisationsfragen genutzt wurde. Dabei lassen sich verschiedene „Herrschaftsformen“ ausmachen: Dekane „regieren“ autoritär oder demokratisch, oft hat sich aber auch ein anarchisches „laissez-faire“-System eingebürgert.

Um die österreichische Situation in einen internationalen Kontext zu stellen und wurden sechs Fallbeispiele aus vier europäischen Ländern (Schweiz, Schweden, Niederlande, Großbritannien) herausgegriffen. Hierbei zeigt sich beispielsweise, daß es in diesen Ländern normale Praxis ist, daß Dekane gewählt werden. Dies wird oft auch von den Leitungsträgern positiv gesehen – da mit der Wahl auch ein gewisses Maß an Rückhalt und Legitimität verbunden ist. Kommissionen gerade auf Fakultätsebene werden also Unterstützung der Personen in Leitungsfunktion verstanden um einen Ideenpool aufzubauen, genau so sind sie Teil eines Systems der Kontrolle und Qualitätssicherung.  

Deutlichen Handlungsbedarf sehen die AutorInnen bei der Gewährleistung des Informationsflusses innerhalb der Universitäten. Informationen werden oft nicht nach unten hin getragen und entsprechend aufgearbeitet. Transparenz wird klein geschrieben. Dabei kann gerade die Stärkung der Transparenz zu einer effizienteren Ausgestaltung der Partizipation führen: InstitutsmitarbeiterInnen „müssen“ nicht in allen Kommissionen sitzen, sie können vielmehr aktiv werden, wenn sie aufgrund der Informationen ihre Ideen zu einem spezifischen Thema einbringen wollen. Auch die präventive Wirkung von mehr Transparenz ist nicht zu vernachlässigen.

Die AutorInnen plädieren demnach nicht für eine Rückkehr des Systems vor dem Universitätsgesetz 2002, sondern für dessen Weiterentwicklung und hin zu mehr Transparenz und Partizipationsmöglichkeiten.

 
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