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eurodoc 2010 March 11-15 Vienna
Projekte
Geschrieben von ÖH Doktorat   
Mittwoch, 23. November 2005

Felder einer Mitarbeit wären:

  • Einbindung in die „Scientific Community“
    StipendiatInnen und andere nicht in ein universitäres Forschungsprojekt eingebundene oder als AssistentInnen angestellte Doktoratsstudierende werden, bewusst oder unbewusst, oft nicht als volle Mitglieder der akademischen Institution gesehen und nicht in die Scientific Community eingebunden.

    Durch Herstellen einer Affiliation am Institut (E-Mail, Postadresse, etc.), Raumnutzung aber auch durch das Schaffen von Foren, in denen wissenschaftliche Kommunikation ermöglicht wird und der Isolierung entgegengewirkt wird, könnte die Situation der Doktoratsstudierenden sehr verbessert werden.
    Die Aufgaben in diesem Bereich erstrecken sich vom Erstellen von Empfehlungen für Universitäten und fachspezifische Konzepte bis zur Mitwirkung in der konkreten Implementation.

  • Homepage / Presse
    Die Plattform doktorat.at benötigt ein regelmäßige Versorgung mit Informationen; Pressemeldungen zu aktuellen Themen müssen erstellt werden.

  • Stellungnahmen zu Gesetzen und anderen Maßnahmen, die Doktoratsstudierende betreffen

  • Organisation von Treffen und Tagungen, etc.
    Um eine Koordiation und Kontinuität der Vertretungsarbeit gewährleisten zu können, müssen regelmäßige Treffen der StudienvertreterInnen für das Doktoratsstudium und anderen involvierten und interessierten Personen veranstaltet werden. Weiter werden themenspezifisch und anlassbezogen Informationsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Workshops und dergleichen veranstaltet.
    Die Aufgaben sind hier je nach Veranstaltungsart die Organisieren einer Lokation, eines Rahmens, etc.
     

  • Soziales / soziale Absicherung
    Im Drittmittelbereich gibt es immer noch Forschungsstipendien ohne jede soziale Absicherung. Als drastisches Beispiel sei angeführt, dass es immer noch möglich ist (und vorkommt) dass Projektleiter Zahlungen einstellen, nachdem die Forscherin ihre Schwangerschaft bekanntgegeben hat. Es ist offensichtlich, daß auch die Chancengleichheit für Frauen und Männer in der Forschung nicht gegeben ist. Es ist viel zu tun im Bereich Soziales / soziale Absicherung:

    • Information und Beratung für Doktoratsstudierende und ProjektleiterInnen. Ein erster Schritt ist das Informationsblatt für Forschungs-StipendiatInnen der TU Wien; Bemühungen  in diese Richtung müssen aber noch deutlich verbessert und ausgeweitet werden.
    • Lobbying und konstantes Hinweisen bei Universitäten und Politik auf das Problem der sozialen Absicherung bei Stipendien, auch in Zusammenhang mit der Implementierung der Europäischen Charta für Forscher in Österreich. 

  • EURODOC Survey – Umfrage unter Europas DoktorandInnen
    Das Ziel ist in der stark fragmentierten Bildungs- und Forschungslandschaft im Bereich des Doktorats in Europa endlich eine repräsentative Basis für zukünftige Entscheidungen und Strategien zu schaffen – die Situation und Bedürfnisse der Doktoratsstudierenden in Europa zu erheben. Aufgaben sind unter anderem:
    • Planung und Gestaltung auf alle Situationen passenden, aussagekräftigen und ergebnisorientierten Fragebogens
    • Implementierung der Umfrage (als Forumular auf einer Webseite)
    • Auswertung der Umfrage
    Siehe: 
    http://www.eurodoc.net/articles.php?lng=en&pg=239
    http://www.eurodoc.net/articles.php?lng=en&pg=281

  • EURODOC-Workgroups
    Eurodoc, die Europäische Vereinigung für Doktoratsstudierende und NachwuchsforscherInnen, organisiert die laufenden Tätigkeiten in Workgroups, die für alle Doktoratsstudierenden und NachwuchsforscherInnen offen sind.
    Die Koordination erfolgt per E-Mail, aber auch bei den jährlichen EURODOC-Konferenzen. Um bei einer Workgroup mitzumachen, muss man einfach nur den Workgroupleiter kontaktieren.

  • Doktorat im nichtakademischen Bereich
    Forschung passiert nicht nur an den Universitäten. Viele Doktoratsstudierende arbeiten an außeruniversitären Forschungsinstituten oder Forschungsabteilungen an Unternehmen. In Zukunft muss die Wirtschaft in Europa und Österreich in Anbetracht der globalen Entwicklung vermehrt auf Forschung und Entwicklung setzen. Daraus ergeben sich spannende Themenfelder, die auch Doktoratsstudierende betreffen, wie
    • Wie kann man den Austausches zwischen akademischen und privatwirtschaftlichen Sektor („intersektorielle Mobilität“) während oder nach dem Doktorat fördern?
    • kritische Analyse der Beeinflussung der Forschung durch eine wirtschaftsorientierte Sichtweise.

  • Sponsoring und Werbung
    Österreichweit gibt es mehr als 15.000 Doktoratsstudierende; diese stellen eine wichtige Zielgruppe für Informations- und Werbemaßnahmen dar. Die Aufgabe in diesem Bereich wäre daher die Vermittlung und Etablierung von Kooperationen zu beiderseitigem Nutzen.

  • Startpaket für Doktoratsstudierende und Leitfaden für BetreuerInnen

    Ebenso wäre die Erstellung und Verbreitung (etwa in Informationsveranstaltungen und Schulungen) eines Leitfadens für BetreuerInnen notwendig. Neben einer Kurzinformation über gesetzliche Regelungen sollte diese Brochüre vor allem Empfehlungen für eine Betreuung einer Dissertation enthalten. Das Ziel ist, den BetreuerInnen ihre Verantwortung bewusst zu werden zu lassen, Probleme und potentielle Missverständnisse in der  Beziehung zwischen BetreuerIn und DissertantIn sollen vermieden werden.
    Der Leitfaden soll keinesfalls als Bevormundung oder Vorschrift gesehen werden. Der überwiegende Teil der BetreuerInnen ist sehr wohl interessiert, eine sehr gute Einführung in die Forschung zu ermöglichen. Allerdings geht die Betreuung von DissertantInnen und deren Organisation zuweilen in anderen Aufgaben in Lehre, Organisation und Forschung unter. Der Leitfaden soll eine Hilfestellung bieten, soll hinweisen, welche Aspekte in der Betreuung von DissertantInnen aus Erfahrung besonders zu beachten sind.
    Auch die Themenstellung bestimmt über Erfolg der Dissertation, in Gesprächen zwischen BetreuerIn und DissertantIn ist auch  auch der Fall miteinzubeziehen, dass sich das ursprüngliche Thema wider Erwarten doch nicht als geeignet herausstellt. Es obliegt dem/den Betreuer/n, den/die DissertantIn in das Institut, in die Forschungsgruppe, aber auch in die wisenschaftliche Gemeinschaft einzuführen,  auf Konferenzen aufmerksam zu machen usw.

    Als Anhang könnte man eine Kopie der Charta für Forscher hinzufügen.

    Beide Brochüren sollten, um zu verhindern, dass „das Rad mehrfach erfunden wird“, in einer österreichweiten Zusammenarbeit erstellt werden, unter Einbeziehung von europäischen Dokumenten wie etwa der Eurpäischen Charta für Forscher.

 
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