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eurodoc 2010 March 11-15 Vienna
Bergen Communique - Bologna Prozess
Geschrieben von ÖH Doktorat   
Donnerstag, 5. Jänner 2006

In Folge des Bologna Prozesses haben die für die Hochschulen zuständigen europäischen Ministerinnen und Minister in Bergen am 19.-20. Mai 2005 ein Kommuniqué, eine Selbstverpflichtung für die Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses, unterzeichnet.

Nachdem in Berliner Kommuniqué (2003) erstmals das Doktorat im Bologna-Prozess erwähnt wurde, geht das Bergen-Kommunique detaillierter auf das Doktorat ein.

Zunächst wird die Notwendigkeit der Stärkung der Forschung in Europa und der Verbindung mit dem Europäischen Hochschulraum festgestellt, um sodann auf das Doktorat einzugehen:

Um diese Ziele zu erreichen, müssen die Abschlüsse auf der Ebene des Doktorats anhand eines ergebnisbasierten Ansatzes an den übergeordneten Qualifikationsrahmen des Europäischen Hochschulraums angepasst werden. Das Kernelement der Doktorandenausbildung ist die Förderung des Wissens durch originäre Forschung.
In Anbetracht des Bedarfs an strukturierten Promotionsstudiengängen und an transparenter Betreuung und Bewertung stellen wir fest, dass die übliche Arbeitsbelastung des dritten Zyklus in den meisten Ländern einem drei- bis vierjährigen Vollzeitstudium entspricht. Wir fordern die Universitäten auf sicherzustellen, dass im Rahmen der Promotionsphase die interdisziplinäre Ausbildung und die Entwicklung überfachlicher Fertigkeiten gefördert werden, die den Anforderungen eines weiter gefassten Arbeitsmarktes gerecht werden.
Wir müssen erreichen, dass sich insgesamt mehr Doktoranden für eine Forschungslaufbahn im EHR entscheiden. Wir sehen die Teilnehmer im dritten Zyklus der Hochschulausbildung sowohl als Studierende als auch als Nachwuchswissenschaftler.
Wir beauftragen die Bologna Follow-up-Gruppe damit, die European University Association zusammen mit anderen interessierten Partnern einzuladen, unter der Federführung der Follow-up-Gruppe einen Bericht zur Weiterentwicklung der Grundprinzipien von Doktorandenprogrammen zu erstellen, der den Ministerinnen und Ministern 2007 vorzulegen ist. Eine Überregulierung der Doktorandenausbildung ist zu vermeiden.

Wir möchten insbesondere darauf hinweisen, daß das Bergen-Kommuniqué keinerlei Empfehlungen für eine Curricularisierung, oder gar das Vorschreiben eines hohen Anteils an Lehrveranstaltungen im Doktorat enthält (siehe PhD).

Das Bergen-Communique im Volltext:
http://www.bmbwk.gv.at/medienpool/12743/bergen_kommunikee2005_de.pdf

 
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