1. Jahrestagung DocService Uni Graz

Unter dem Motto „Doktorat deluxe – Erfolgreiche Formate in der Dokotoratsausbildung“ stand die erste Jahrestagung des DocService, der Servicestelle für DoktorandInnen der Uni Graz. Vortragende aus Deutschland berichteten über Good-Practice-Beispiele bei der Einrichtung von Graduiertenkollegs. Die verschiedenen Modelle des Zugangs zur Kollegs an den vorgestellten Unis zeigen, dass es durchaus Gestaltungsspielraum gibt und die Diskussion sich nicht auf die Frage „Individual-Doktorat“ versus „Strukturierte Ausbildung“ zuspitzen lässt. Vielmehr sollte es einige Qualitätsmerkmale (z.B. Transferable Skills-Angebot) geben, die als Standard für Promotionen etabliert werden unabhängig von der tatsächlichen Ausformung der DoktorandInnenausbildung.

Das DocService selbst wurde am 1. September 2011 aus der Taufe gehoben zur Förderung von DoktorandInnen. Konkret bietet das DocService ab Juli Workshops zu Transferable Skills (Schlüsselqualifikationen) wie Zeit- oder Projektmanagement, Arbeitstechniken, Berufsplanung u.a. an. Das Team, bestehend aus Gerald Lind und Corinne Von der Hellen,  widmet sich daneben auch der Beratung und pflegt auf der Website eine ausführliche Sammlung von Stellenausschreibungen, Stipendien, Preise und anderen Fördermöglichkeiten. Einzelen Projekte wie z.B. eine geplante Studie über Abbruchgründe von Doktoratsstudien (gemeinsem mit Uni Wien und Uni Innsbruck) oder eine Evaluierung der Doktoratsschulen fallen ebenfalls in die Kompetenz des DocService.  Positiv fällt auf, dass die Mitarbeiter beide selbst promoviert haben und daher über die Probleme und Wünsche ihrer Zielgruppe Bescheid wissen. Zum ersten Mal werden damit alle Informationen rund um das Doktorat zentral gesammelt und aktuell gehalten. Die Karl-Franzens-Universität Graz kann ca. 190 Promotionen jährlich vorweisen bei einer Gesamtzahl von ca. 2500 DoktorandInnen, die sich auf 8 Doktoratsstudien verteilen.

doktorat.at begrüßt diese Initiative der Uni Graz zur Unterstützung der DoktorandInnen und aller am Doktorat Interessierter und hofft trotz allgemein knapper Budgets, dass das DocService als kosteneffizientes und langfristig orientiertes Projekt angelegt ist. Gleichzeitig hoffen wir auf eine produktive und positive Zusammenarbeit mit den lokalen Doktoratsstudienvertretungen, die bisher meist im Alleingang mangels anderer Ansprechstellen die kompetente Beratung von (potenziellen) DoktorandInnen durchgeführt haben.

Link: http://docservice.uni-graz.at/de/

 

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