Vorgeschichte: Die Voraussetzungen

DoktorandInnen sind in Österreich Studierende. Lange Zeit war der Doktor Erstabschluss. 1966 wurden Doktoratsstudien im heutigen Verständnis erstmals gesetzlich eingerichtet, es dauerte noch länger, bis alle Fächer (mit Ausnahme von Humanmedizin) folgten.

Seit 1945 vertritt Österreichische Hochschülerschaft Studierende in ihrer Gesamtheit. Die Bundeskonferenz des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals (BUKO), die den Mittelbau inklusive den auf Universitätsstellen angestellten DoktorandInnen vertritt, wurde mit der Einführung des Universitätsgesetzes 2002 aufgelöst. Obwohl formell zuständig, entfalteten beide Organisationen in all den Jahren kaum Aktivitäten für DoktorandInnen und NachwuchsforscherInnen. Dies spiegelte die generelle Situation wider: Die Nachwuchsförderung in Österreich war lange kein Thema, das im großen Stil in der Wissenschaftspolitik debattiert wurde.

In anderen Ländern haben Organisationen für NachwuchsforscherInnen schon längere Tradition: Die niederländlische PNN bzw. ihre Vorgängerorganisation wurde beispielsweise 1978 gegründet, und das deutsche DoktorandInnennetzwerk THESIS besteht auch schon seit 15 Jahren.

Nachdem Planungen zur Etablierung einer europaweiten Dachorganisation auf einem Treffen von Vertretern mehrerer europäischer Organisationen für junge Forscher auf einer Konferenz der schwedischen EU-Präsidentschaft in Uppsala im Jahre 2001 konkretisiert wurden, kam es 2002 zur Gründung von EURODOC in Girona, Spanien. Eurodoc sollte in den folgenden Jahren vor allem im Bereich Lissabon Strategie als Ansprechpartner der Europäischen Kommission als auch ab 2003 im Bologna Prozess aktiv werden.

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