Mai 2004: Erste Aktivitäten. ÖH-Doktorat entsteht.

Doktoratsstudien wurden gerade erst in den Bologna-Prozess mit aufgenommen, da erklärte sich Österreich gemeinsam mit Deutschland bereit, das erste Bologna-Seminar über Doktoratsprogramme in Salzburg zu organisieren. Zuvor sollte allerdings auch Österreich zu einer Positionierung über die Reform von Doktoratsprogrammen kommen: Das zuständige Ministerium (damals BMBWK) forderte auch die Österreichische HochschülerInnenschaft auf, Vertreter in eine nationale Arbeitsgruppe zu Doktoratsstudien zu entsenden.

Daraufhin startete die Referentin für Bildungspolitik in der ÖH, Bettina Schwarzmayr das Vorhaben, erstmals StudienrichtungsvertreterInnen für Doktoratsstudien zu versammeln, um zu einer gemeinsamen Position über Doktoratsstudien zu gelangen. Die Initiative wurde vorerst „ÖH-Doktorat“ genannt. Von Anfang an war klar, dass ÖH-Doktorat eine fraktionsübergreifende Initiative wird. Unter den beim ersten Treffen anwesenden Personen wurde das erste Mal ein Koordinator bestellt.

Funktionsperiode: Mai 2004 bis Nov. 2005
Koordinator: Wolfgang Eppenschwandtner

Schon im November 2004 bei einer nationalen Tagung zu Doktoratsprogrammen zeigte die neue Initiative Präsenz. In allen Arbeitsgruppen konnte die Stimme der DoktorandInnen eingebracht werden: Mit Bettina Baminger, Katharina Bischof, Christoph Obertscheider (alle StRV Doktorat Nawi Uni Wien), Wolfgang Eppenschwandtner (StRV Doktorat TU Wien), Thomas König (StRV Doktorat HUS Uni Wien, Politikwissenschaft),Christoph Walla, Thomas Resl (StRV Doktorat Boku) Roland Pichler (Veterinärmedizinische Universität), Johannes Hofinger, Peter Staroch (Uni Salzburg) namen 10 VertreterInnen der DoktorandInnen an dieser Tagung teil

Im Jänner/Februar 2005 nehmen bei dem Bologna-Seminar über Doktoratsstudien in Salzburg mit Katharina Bischof, Wolfgang Eppenschwandtner, Johannes Höfinger und Thomas König vier Vertreter der Initiative teil.

In dieser Zeit wurden auch erste Kontakte zu EURODOC geknüpft. In Folge werden im März 2005 Wolfgang Eppenschwandtner, Thomas König als Beobachter zur jährlichen EURODOC Konferenz in Straßburg in Frankreich eingeladen. Zusätzlich nimmt mit Marianne Holler (Uni Wien, Psychologie) erstmals eine DoktorandIn teil, die nicht aus der ÖH kommt.

ÖH-Doktorat versteht sich denn auch über die Vernetzung von StudienvertreterInnen hinaus als offene Plattform, die explizit auch Personen anspricht, die keine Funktion innerhalb der ÖH innehaben. Außerdem wird in dieser Zeit klar, dass als bei der Selbstdefinition „DoktorandInnen sind Nachwuchsforscher“ auch eine Weiterentwicklung von ÖH-Doktorat einher gehen muss. Als Gruppen gesehen haben DoktorandInnen und post-docs mehr gemeinsame Interessen als DoktorandInnen und Studierende.

Mit dem neuem Auftreten als „doktorat.at“ bzw. als „doktorat.at – ÖH Doktorat“ positioniert sich die Initiative als österreichweite, offene, übergreifende Organisation aller Forscher und Forscherinnen, die an ihrer Dissertation arbeiten oder diese gerade abgeschlossen haben.

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